Knoten

SCHILDDRÜSENKNOTEN

Im Gegensatz zur diffusen Schilddrüsenvergrößerung, bei der sich alle Zellen der Schilddrüse gleichmäßig vergrößern, handelt es sich bei Schilddrüsenknoten (Struma nodosa) um ein oder mehrere krankhafte Areale, die sich vom normalen Schilddrüsengewebe abgrenzen.

Hierbei kann es sich im Einzelnen um sehr unterschiedliche Veränderungen handeln:
Bei der Struma nodosa werden z.B. unterschieden:

  • Adenom (Drüsenwucherung, gutartig)
  • Zyste (flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, gutartig)
  • Vernarbung, Verkalkung (gutartig)
  • Struma maligna (Schilddrüsenkrebs, bösartig)

Manchmal gibt es nur einen Knoten (Struma uninodosa). Häufig sind jedoch gleich mehrere verschiedene Knoten nebeneinander zu finden. Und nicht selten besteht auch die gesamte Schilddrüse nur noch aus Knoten (Struma multinodosa).

Schilddrüsenknoten wachsen in aller Regel langsam. Kleine Knoten bemerkt der Patient selbst oft nicht einmal. Bei größeren Knotenbildungen stellen sich ähnliche Beschwerden wie bei der Struma ein.

Nur der heiße Knoten speichert Jod und ist im Szintigramm als gelb-roter Kreis (Knoten) sichtbar.

Während die gesunde Restschilddrüse Jod aufnimmt, entspricht der Speicherdefekt einem kalten Knoten. Dieser stellt sich als dunkler Bereich im linken Schilddrüsenlappen dar.

Je nachdem, ob und wie viel Jod ein solcher Knoten bei einer Szintigrafie aufnimmt, bezeichnet man ihn als „heiß“, „warm“ oder „kalt“. Warme Knoten sind aktiver als normales Schilddrüsengewebe und produzieren demnach auch mehr Hormone. Kalte Knoten hingegen speichern weniger Jod und können ein Hinweis auf Schilddrüsenkrebs sein. Allerdings ist nur ein sehr kleiner Teil der kalten Knoten wirklich bösartig.